Anna

Traditionell am Karfreitag brechen wir morgens zu unserem Osterausflug auf. Ich mag Traditionen, zum Einen weil mich viele Traditionen, die wir innerhalb unserer Familie hatten, selbst durch meine Kindheit begleitet haben und zum Anderen, weil ich es schön finde sich immer wieder auf etwas freuen zu können. Ich bin der Meinung, dass Kinder Erfahrungen und Erlebnisse im Umgang mit Traditionen brauchen, da ihnen diese Erfahrungen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. 

 

Und so entstand die Idee unserer traditionellen Osterfahrt

Mein ältester Sohn fragt mich sehr oft wie es war als ich klein war und was seine Großeltern alles mit mir unternommen haben. Ich wünsche mir, dass er seine Kindheit genauso positiv in Erinnerung behält und vielleicht auch später mal seinen eigenen Kindern gern von seinen Erlebnissen berichtet. An Karfreitag gibt es bei uns Fisch, das hat bei uns keinen religiösen Hintergrund sondern geht eher damit einher, dass wir sehr gerne Fisch essen und diesen jedes Jahr am Karfreitag frisch aus einer kleinen Fischerei in Riddagshausen holen. Wir verbinden das ganze mit einer Fahrradtour, halten an Spielplätzen, erkunden die Natur und haben alle eine Menge Spaß. Normalerweise grillen wir unseren Fisch in unserem Garten. Dieses Jahr spielte das Wetter leider nicht so mit und wir haben gemütlich zu Hause mit der Familie den Fisch und die Salate gegessen. Bei den Vorbereitungen haben mir meine Kinder bereits am Gründonnerstag geholfen. „Denn am Karfreitag hat Mama ja keine Zeit irgendetwas vorzubereiten, die Ostertour steht an.“ Die Kinder haben sich schon die letzten Tage sehr auf unsere Tour gefreut und ich brauchte auch bei den Vorbereitungen nicht um Hilfe zu bitten. Paul und Frieda sind sehr stolz dazu beitragen zu können, dass ich am Karfreitag nichts anderes zu tun habe, als aufzustehen und mich gemeinsam mit Kindern, Mann und Hunden aufs Fahrrad zu schwingen und den Tag zu genießen.

Ostertour in Bild und Text

Die erste Station unserer Ostertour ist der Bäcker, dort wird Proviant für die Fahrt und das traditionelle Osterbrot für unser zweites Frühstück gekauft. Bereits nach kurzer Fahrt durch den Prinzenpark, verspüren die Kinder dann einen Bärenhunger und wir müssen anhalten um unserer Proviant zu essen. Würde es nach den Kindern gehen, hätten wir direkt vor dem Bäcker gegessen, nicht weil sie hungrig sind sondern weil Backwaren von der Theke in den Mund einfach am Besten schmecken. ;-)

Fischgut Riddagshausen

Frisch gestärkt geht es dann weiter zum Fischgut Riddagshausen um unseren Fisch für unser Mittagessen abzuholen. Der Fisch ist sehr lecker und nur zu empfehlen, immer frisch und von sehr guter Qualität. Lola entschied sich in der Zwischenzeit mal wieder im Lastenrad Platz zu nehmen, sie ist Rassebedingt ein sehr gemütlicher Hund und nach zwei Kreuzband-OPs einfach kein Langstreckenläufer. Wir sind deshalb umso glücklicher viel Platz im Lastenrad zu haben um auch Lola transportieren zu können, da wir ansonsten niemals mit der ganzen Familie unterwegs sein könnten.

Vom Fischergut ging es weiter zu der Beobachtungsplattform am Schapenbruchteich. Die Aussicht ist sehr schön und für die Kinder ist es immer spannend die Vögel auf dem Teich zu beobachten. Allerdings konnten wir diese Mal nur ein paar Schwäne erspähen. Nicht weiter schlimm, da wir ja sowieso auf der Suche nach dem Osterhasen waren.

Anna Büscher - Proviant im Babboe

Anna Büscher - mit Lola im Babboe zum Fischgut Riddagshausen

Anna Büscher - Fischgut Riddagshausen

Anna Büscher - auf der Suche nach dem Osterhasen

 

Aussichtspunkt in der Buchhorst

Vom Fischgut ging es weiter zum Aussichtspunkt im Wald (in der Buchhorst), der wurde sofort erklommen, leider auch ohne den Osterhasen zu Gesicht zu bekommen. Auch hinter den Büschen und im hohen Gras war er nicht zu finden. Also ging es weiter zum Wildtiergehege, die Rehe sonnten sich und waren leider zu faul an den Zaun zu kommen, eigentlich verständlich an einem Feiertag, oder? ;-)

Anna Büscher - Fischgut Riddagshausen  Anna Büscher - Aussichtspunkt im Wald  Anna Büscher - auf der Suche nach dem Osterhasen Anna Büscher - Wo ist der Osterhase

 

Zusammen im Babboe

Anton machte es sich in der Zwischenzeit auch im Lastenrad gemütlich und hatte mit seiner Schwester sichtlich Spaß. Paul fuhr immer noch mit seinem Fahrrad. Auf der Suche nach dem Osterhasen konnte er keine Schwäche zeigen und wollte die Tour unbedingt schaffen ohne im Lastenrad zu verschnaufen. Letzte Woche habe ich übrigens festgestellt, dass auch das 20“ Fahrrad meines Sohnes noch im Lastenrad Platz findet. Es wird dann zwar sehr kuschelig aber es passt ;-)

In der Zwischenzeit waren wir nun schon wieder auf dem Rückweg, wir fuhren am grünen Jäger vorbei (ein Restaurant im Wald) und machten eine kleine Pause um die letzte Kraft für den Rückweg zu sammeln. Lola und Gringo konnten sich die Beine im Lünischteich kühlen und etwas trinken und Paul, Frieda und Anton begrüßten die Enten die auf der Suche nach Futter direkt auf uns zu gekommen sind. Leider hatte ich das Futter vergessen und so konnten die Kinder nur gucken und nicht füttern. (Wir füttern keine Brotreste, sondern nur Futter für Wasservögel.)

 

Anna Büscher - Anton im Babboe

Anna Büscher - Kinderfahrrad mit im Babboe Curve

 

Spielplatz und Eis

Als nächstes musste der Spielplatz angesteuert werden, keine Fahrradtour ohne Spielplatzbesuch. Das war auch in meiner Kindheit ein Muss. Paul plötzlich wieder voller Energie, tobte sich noch eine Stunde mit seiner Schwester auf dem Spielplatz aus, um anschließend bei dem Eisverkäufer ihres Vertrauens noch gemeinsam ein Eis zu essen.

 

Anna Büscher - Eis essen

Das Eis gab Kraft um die letzen 100m bis nach Hause zu schaffen und so beendeten wir unsere Ostertour nach 3 Stunden und 15 Kilometern auf dem Tacho. Die Kinder waren glücklich und freuen sich schon auf unsere Karfreitagstour im nächsten Jahr und da finden wir den Osterhasen, da sind sich alle einig ;-)

Eure Anna

ALLE BEITRÄGE