Barbara

Elektrounterstützung nützlich

Wir wohnen ja quasi in der rheinischen Tiefebene also sollte man meinen, dass sich die Steigungen in der Stadt in Grenzen halten und man locker ohne E-Fahrrad auskommen könnte. Das stimmt auch grundsätzlich, Berge haben wir hier nicht wirklich, dennoch gibt es eben auch hier im Flachland einige Steigungen und Situationen, für die so eine Elektrounterstützung schon ganz nützlich ist. Das fängt schon damit an, dass ich mit den Kindern sehr häufig zu einem Spielplatz in der Oberstadt fahre, da dieser besonders im Sommer aufgrund eines kleinen Kanals sehr nett ist und auf halbem Weg zu Freunden von uns liegt, so dass wir uns gerne dort verabreden.

 

E-Antrieb in Mainz

Wie der Name schon sagt liegt die Oberstadt aber oberhalb der Alt- und Neustadt (also von uns), so dass dorthin eine gar nicht so kleine Steigung zu überwinden ist, die selbst mit der Motorunterstützung mit zwei Kindern und dem ganzen Kram, den die so dabei haben, nicht so ohne ist. Falls jemand schon mal in Mainz war und die Chagall-Fenster in St. Stephan besichtigt hat, dann wißt Ihr, was ich meine. Während sich Mama also laut schnaubend mit röhrendem Fahrrad die Gausstraße hochquält meutern die beiden kleinen Fahrgäste gerne mal mit vorwurfsvollen Fragen „Mama, warum geht es nicht schneller?“, wenn ich trotz der Elektrounterstützung den Berg hochschleiche.

 

Anfahren mit und ohne E-Unterstützung

Aber nicht nur um Steigungen zu überwinden ist so ein Motor ganz praktisch. Das erste Lastenrad, das wir getestet haben, hatte diesen Vorteil nicht, und gerade am Anfang fand ich das Anfahren mit dem Babboe City ganz schön wacklig. Man braucht schon ein paar Muckis, um das Lastenrad erst mal in Bewegung zu versetzen. Gerade das einspurige Rad schlägt, bis es Fahrt aufgenommen hat, anfangs auch etwas aus. Das wird mit etwas Übung besser. Aber ich schätze die E-Unterstützung unseres City beim Anfahren im Stadtverkehr sehr. 

 

Fahrverhalten mit voller Transportbox 

Auch wenn ich mal nicht nur Kinder transportiere, sondern Ladung weiter vorne in der Kiste (der Mann hat mir da zur Grilleinladung auch schon einen Bierkasten reingeschmuggelt), dann weiß ich die Elektrounterstützung zu schätzen. Durch das Gewicht ganz vorne in der Kiste statt auf der Bank, die sich ja doch relativ nah am Schwerpunkt des Rads befindet, verändert sich das Fahrverhalten schon sehr. Das lässt sich aber gut durch etwas Motorpower ausgleichen. Ich finde ja grundsätzlich, dass so ein Lastenrad hervorragend auch zum Transport von Dingen geeignet ist und nicht nur für Kinder. Ich frage mich inzwischen häufig, wie Leute mit einem normalen Fahrrad Ihren Einkauf erledigen können. Ich bekomme da locker auch unser Lastenrad am Freitag voll. 

 

Barbara Lausmann - Babboe City Elektrounterstützung

Barbara Lausmann - volle Transportbox City E

Barbara Lausmann - Akku City E

 

Wahlmöglichkeit

Außerdem finde ich es auch gut, die Wahlmöglichkeit zu haben, ob ich eher sportlich oder gemütlich unterwegs sein möchte. Habe ich es morgens eilig und will ja auch nicht verschwitzt im Büro ankommen, wird eben mehr Power zugeschaltet. Nachmittags kann ich dann entspannt zurück cruisen und dabei auch etwas Sport machen. Ein Lastenrad ohne Motor kann ich mir dauerhaft für uns nicht vorstellen. Es gewährleistet einen sehr großen Teil unserer Mobilität und wird nicht nur für gemütliche Spazierfahrten genutzt wird. Für gemütliche Ausflüge im Urlaub ist das bestimmt ohne Motor völlig in Ordnung, aber für meine täglichen Wege durch den Stadtverkehr ist es für mich gar nicht mehr vorstellbar.

 

Babboe City Mountain

Nachdem ich kürzlich die Möglichkeit hatte, dass City Mountain zu testen, wächst in mir inzwischen sogar der Wunsch nach einem Power-Upgrade. Im Vergleich zu unserem ja schon etwas älteren City-E schnurrt das Mountain wie ein Kätzchen, während unser City-E bei voller Leistung schon ziemlich laut röhrt. (Bei den neueren City-E Modellen ist ds nicht mehr der Fall.) Beim Losfahren musste ich dreimal schauen, ob ich wirklich die Elektrounterstützung zugeschaltet hatte, da sie so leise war und sich so gut einfügt, dass es gar nicht auffällt, dass man plötzlich deutlich schneller unterwegs ist. Das Mountain ist soweit ich das nach dem kurzen Test beurteilen kann, absolut mit deutlich teureren Modellen anderer Firmen vergleichbar. Zusätzlich zum leiseren Motor bin ich auch ein großer Fan der NuVinci-Schaltungen. Wenn wir nicht schon das City-E hätten würde ich mich heute auf jeden Fall für das City Mountain entscheiden (welches es damals noch nicht gab). Den Preisunterschied finde ich dafür absolut gerechtfertigt. 

 

Barbara Lausmann - Babboe City Mountain

 

Empfehlung

Für mich ist also die Frage weniger elektrisch oder nicht, sondern E oder Mountain. Daher kann ich wieder nur, wie schon mehrfach erwähnt, allen Interessenten empfehlen: wenn Ihr über die Anschaffung eines Lastenrads nachdenkt, dann fahrt auf jeden Fall die verschiedenen Modelle und auch die beiden Elektrovarianten mal Probe, um Euch selbst ein Bild zu machen. 

 



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