barbara

Wenn ich mit unserem Babboe City-E in der Stadt unterwegs bin, bekomme ich eigentlich immer sehr schnell gute Laune. Auch wenn ich mal wieder zu spät losgefahren bin, die Kinder sich nicht anziehen wollten oder das Wetter mies ist. Der Grund ist, dass die meisten Leute, die uns so entgegen kommen, sich freuen, uns anlächeln und uns zu winken. Das liegt sicher daran, dass wir mit unserem Rad noch Exoten in Mainz sind, es gibt hier nur sehr wenige Lastenräder und man kennt zumindest vom Sehen die anderen wenigen Lastenradfamilien, so dass auch wir uns immer fröhlich zuwinken. 

 

Babboe Big

Gerüchteweise gibt es inzwischen sogar ein Babboe Big in unserem Stadtteil. Ich hoffe ja, ich treffe es auch mal, dann will ich unbedingt ein Babboe-Familien-Foto, das dann natürlich auch hier geteilt wird. Aber noch viel schöner als das Insider-Winken ist die Reaktion von Fußgängern. Uns wird sehr häufig gewunken, wir werden fotografiert oder angesprochen. Die Kinder genießen diese Aufmerksamkeit sehr, ist ja in ihrem Verständnis schließlich auch ihr Fahrrad. Das fängt schon beim Abholen vor der Kita an, wenn die anderen Kinder gerne mitfahren wollen. 

Babboe Eis

Beim letzten Sommerfest haben wir das noch gesteigert, in dem wir unser Babboe als Eisfahrrad verkleidet haben, da waren uns natürlich alle strahlenden Kinderaugen sicher. Was wir häufig von Passanten hören ist: „Ihr habt aber ein tolles Fahrrad!“ an die Kinder gerichtet oder „nehmt Ihr mich denn auch noch mit?“. Letzteres höre ich auch, wenn ich alleine unterwegs bin, gerne von älteren Herren, warum auch immer sie das für besonders witzig halten. 

Aufmerksamkeit im Babboe

Das Highlight für die Kinder ist immer die Touristenbahn, die die Sehenswürdigkeiten von Mainz abfährt. Wenn wir an dieser, meist mit amerikanischen Rentnern voll besetzten Bahn vorbeifahren, werden wir tatsächlich manchmal beklatscht und häufig auch fotografiert, so als gäbe es in USA keine Cargobikes - ist das so? Zugegebenermaßen habe ich da keine Ahnung, vermutlich kommen die Touristen aber eher aus der Provinz und halten das für typisch europäisch oder so. Meine kleinen Ladys genießen das immer sehr, winken zurück und freuen sich. 

 

 

Babboe Big

 

 

Barbara Lausmann - Babboe City-E Eis

 

Barbara Lausmann - Umzug

E-Antrieb

Auch führe ich an Ampeln gerne mal Fachgespräche mit Interessierten: Wie fährt sich das Rad, ist es schwer zu lenken, taugt der E-Antrieb was usw. Noch exotischer wird es, wenn wir raus aufs Land fahren. Am letzten Feiertag haben wir eine kleine Tour am Rhein entlang und durch die Weinberge gemacht, um in einer Straußwirtschaft zu essen. In dem kleinen Ort ist scheinbar noch nie ein Lastenrad vorbeigekommen, entsprechend wurden wir beim Vorbeifahren bewundert. Das zaubert einem doch immer gleich ein Lächeln ins Gesicht, egal wie schlecht die Laune vorher war, da sich ja auch die anderen über uns scheinbar so freuen. Es macht wirklich Spaß mit dem Rad unterwegs zu sein und die positive Reaktion der Leute aufzunehmen. Ich hoffe, dass das so bleibt, auch wenn Lastenräder im Straßenbild häufiger werden. Dafür würde ich mir übrigens auch mehr Fahrradstellplätze für längere und breite Räder im öffentlichen Raum wünschen und auch so manche Verkehrsinsel in etwas breiterer Ausführung. Generell bin ich gespannt, was der Vorstoß einiger deutschen Städte zur Förderung von Cargobikes bringt. Da ich von dem Konzept an sich überzeugt bin, bin ich auch gerne bereit die Aufmerksamkeit zukünftig zu teilen. 

Barbara Lausmann - Ausflug mit Babboe City-E

 

Neue Anschnallgurte

Außerdem wollte ich noch kurz berichten, dass auch wir endlich die neuen Gurte getestet haben – yeah! Das Anbringen war nicht schwierig, es mußte nur unten die eine Mutter gelöst werden und der neue Schrittgurt konnte eingesetzt werden. Dafür nahm die Suche nach dem passenden Werkzeug in unserem aktuellen Umzugschaos deutlich mehr Zeit in Anspruch als das Anbringen selbst. Die Schultergurte können sogar ganz ohne Werkzeug einfach durchgefädelt werden.

 

Barbara Lausmann - Babboe City-E Faszination für Touristen

Der größte Vorteil ist, dass die Gurte jetzt dreiteilig sind, so dass man sie nicht mehr über den Kopf ziehen muß, was gerade mit Helm immer sehr nervig war. Auch kann man die Gurte nun enger eingestellt lassen, wenn sie nicht mehr über den Kopf müssen, so dass sie nicht so leicht rutschen. Bei meinen Mädels kommen die neuen Gurte gut an. Die Große bekommt ihn auch schon selbst auf. Also volle Kaufempfehlung für die dreiteilige Variante, das erspart echt einiges an Gefummel! Was uns allerdings nun, da die Gurte ja enger sind, gleich bei dem guten Wetter (ich sag nur ärmellos) aufgefallen ist: wir brauchen Gurtpolster! Auch da die kleinste Gurtlänge für die Zweijährige gerade eng genug ist, bei kleineren Kindern könnte das hier schwierig werden und noch etwas Stoff dazwischen nicht schaden. Allerdings gehören wir wohl auch zu den wenigen, die direkt vom Maxi-Cosi auf die Bank gewechselt haben. Da wir das rot-weiß gepunktete Sitzkissen dort drauf haben wären passende Gurtpolster natürlich mega! 

Vielleicht schaffe ich es ja mal an die Nähmaschine und kann etwas entsprechendes basteln, sobald ich diese wieder aus einer Umzugskiste befreien kann. Apropos Umzug: da wir nur ein paar Straßen weiter ziehen und an der neuen Adresse schon fleißig sanieren, wird durchaus auch das ein oder andere mit unserem 
City-E hin- und hergefahren. Das geht nämlich Dank Einbahnstraßen und Verkehrsberuhigung deutlich schneller als mit dem Auto. 

Barbara Lausmann - Babboe City-E Umzug

Der Mann redet ja immer davon, dass wir das Fahrrad verkaufen, wenn die Kinder selbst mal richtig Radfahren können. Ich weiß jetzt gar nicht, was er meint. Wie soll ich denn dann einkaufen? In diesem Sinne: keep calm and cycle on – natürlich mit dem seligen Grinsen des Lastradradlers! 

Eure Barbara

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