BLOG | FAMILIEN-RADTOUR CARVE MOUNTAIN

RHEINRADWEG VON MAINZ NACH ANDERNACH (EURO VELO 15) – Teil 1

In diesem Sommer haben wir einen Kurzurlaub am Rhein verbracht. Mein Mann und ich fuhren mit unseren beiden Mädels in vier Tagen ca. 150km auf unseren Rädern von Mainz nach Andernach. Heute möchte ich euch von den ersten beiden Tages-Etappen erzählen.

Abenteuer Rheinradweg Euro Velo 15

Am Samstag klingelte unser Wecker bereits um 4 Uhr, denn um 4.40 Uhr machten wir uns auf den Weg ins Abenteuer Rheinradweg. Das Auto und den Anhänger mit den Rädern hatten wir bereits am Vorabend gepackt. Mein Mann hat den Anhänger extra für den Transport unseres Babboes, seines E-Bikes und des Rads unserer 6-Jährigen hergerichtet. Alles war also sicher verzurrt und verpackt. Nach etwa 180km Strecke kamen wir in Andernach an. Dort parkten wir das Auto und sicherten den Anhänger in der Nähe vom Bahnhof. Gott sei Dank war noch genau ein kostenloser Parkplatz in unserer Größe frei. Dann luden wir die Räder ab und verstauten unser Gepäck.

Babboe Carve Mountain voll beladen

Mein Babboe Lastenrad machte seinem Namen alle Ehre: Am Gepäckträger haben wir zwei wasserdichte 20l Gepäcktaschen von Ortlieb befestigt und quer darüber noch eine ebenfalls wasserdichte 35l Packrolle verzurrt. Vorne in die Kiste packten wir unseren 50l Rucksack und den kleinen Klapproller unserer 3-Jährigen. Sie durfte natürlich auch noch mit und nahm bequem auf der Sitzbank Platz ;-). Die Große kam mit ihrem Fahrrad bei Papa ans „Follow Me“, das ist eine Tandemkupplung hinten am elterlichen Rad. Helme auf und ab ging es Richtung Bahnhof. Aufgrund der Sonne und um eventuellem Regen gewappnet zu sein, fuhren wir die gesamte Zeit mit unseren Verdeck (aufgeklappt).

Mit dem Lastenrad in den Zug

Am Bahnhof von Andernach erwartete uns die erste Aufgabe – Wie kommen wir zu den Gleisen? Barrierefrei sollte es hier sein, das wussten wir. Für uns hieß das, ab in den Aufzug und eine Etage nach oben. Mein Carve Mountain passte quasi auf den Zentimeter genau in den Aufzug, haarscharf schloss sich die Tür hinter uns – Puuh, erste Hürde genommen. Unser Zug, die Regionalbahn 25413 nach Mainz hatte etwas Verspätung und fuhr gegen 8.20 Uhr ein. Es gab nicht die Möglichkeit vorab Plätze für uns und unsere Räder zu reservieren in der Regionalbahn, daher waren wir sehr froh, dass in diesem frühen Zug noch mit Ach und Krach genug Stellplatz für uns im vorgesehenen Abteil zu finden war. Eine Stunde später wäre das sicher nicht mehr möglich gewesen. Jetzt direkt zu Ferienbeginn waren schon zwei Räder vor uns auf den Stellplätzen und mit unseren Dreien dazu, kam kaum noch jemand durch den Gang oder zur Toilette… Aber wir waren drin.

Tipp: Das zweite oder vorletzte Abteil ist für Fahrräder gedacht.

1. Etappe Familien-Radtour Carve Mountain Wiesbaden-Biebrich

Um ca. 10 Uhr kamen wir, nachdem wir einen Großteil unserer Fahrradroute schon aus dem Zug gesehen hatten, im Mainzer Hauptbahnhof an. Hier startete nun unsere erste Etappe mit dem Tagesziel Wiesbaden-Biebrich. Es ging durch die Mainzer Innenstadt zur ersten Mainzelmännchen-Ampel in der Nähe des Neubrunnenplatzes. Geplant hatten wir einen Besuch im Gutenbergmuseum, dort hätten die Kinder den Buchdruck selbst ausprobieren können. Leider gab es dort jedoch keine Möglichkeit unser Gepäck aufzubewahren und unbeaufsichtigt am Rad lassen wollten wir es nicht. So fuhren wir weiter, es war inzwischen schon recht warm geworden. Zwischenzeitlich mussten wir unsere Räder durch die Innenstadt schieben, da Samstags immer ein großer Markt samt Frühstück und Weinständen in Mainz ist, wie wir feststellten. Da kamen wir kaum durch so voll war es bei dem Top Wetter.

Bestes Eis

Unser nächster Stopp war das Eiscafé DeCovre am Schillerplatz, wo jeder von uns eine Kugel Eis bestellte. Im Nachhinein muss ich sagen, gab es hier das beste und leckerste Eis während der ganzen Tour! Besonders zu empfehlen ist die Sorte Erdbeer. Super frisch und köstlich! Anschließend hielten die Kinder ihre Füße noch in den Brunnen am Schillerplatz, das war eine prima Erfrischung.

Mainzer Volkspark

Dann fuhren wir ein wenig weiter und kamen zum Mainzer Volkspark. Das ist ein großer, schöner, oberhalb gelegener Park mit vielen Bäumen die Schatten spenden und es gibt dort auch noch einen tollen Wasserspielplatz, richtig klasse bei den heißen Temperaturen. In dem Park machten wir unsere Mittagspause, legten uns auf die mitgebrachte Picknickdecke und aßen eine Brotzeit bevor es weiter ging.

Tagesziel Biebrich

Dann fuhren wir rechtsrheinisch am Rhein entlang bis zu unserer ersten Unterkunft, eine Pension in Biebrich in der Nähe vom Schloss Biebrich. Nach einer ausgiebigen Dusche waren alle wieder frisch und wir machten uns zu Fuß auf den Weg. Wir aßen in einem griechischen Restaurant draußen unter Bäumen und ließen anschließend den Tag im Schlosspark ausklingen. Am nächsten Morgen, es war Sonntag, starteten wir mit einem leckeren Frühstück in einer Bäckerei. Dorthin fuhren wir mit den Rädern, die Große durfte dafür mit ins Babboe. Man merkt allerdings, dass sie langsam wirklich zu groß wird, um bequem (mit Helm) unter dem Verdeck zu sitzen. Aber für die kurze Strecke ging das. Anschließend packten wir unsere Sachen, checkten aus und schon begann die zweite und zugleich schönste Etappe durch das UNESCO Weltkulturerbe Mittelrheintal bis Oberwesel.

2. Etappe Familien-Radtour Carve Mountain UNESCO Weltkulturerbe

Wir fuhren rechtsrheinisch in Biebrich los und folgten dem Rheinradweg Fluss abwärts am Schloss Biebrich vorbei Richtung Rüdesheim. Vormittags war es noch richtig angenehm zu fahren von den Temperaturen her und meine kleine Mitfahrerin sang fröhliche Lieder für uns. Wir machten einen Stopp an der kurfürstlichen Burg zu Eltville und sahen uns den Rosengarten an. Weiter ging es vorbei an Oestrich-Winkel nach Rüdesheim, wo wir mit dem Schiff der Bingen-Rüdesheimer um 14.15 Uhr am Anleger Brücke 8/10 ablegen wollten.

Familien-Radtour Babboe Carve Mountain - Burg Eltville

Burg Eltville

Pause in Rüdesheim

Die Zeit bis zur Schifffahrt vertrieben wir uns in Rüdesheim. Zum Mittag aßen wir draußen in der schattigen Laube des Restaurants „Zum grünen Kranz“. Das Essen dort war super lecker und wir können es für Familien 100% weiterempfehlen. Sehr freundliches Personal, alles sehr gepflegt und geschmackvoll dekoriert. Anschließend fuhren wir durch die berühmte, enge „Drosselgasse“ zum Anleger.

Mit dem Babboe Lastenrad aufs Schiff der Bingen-Rüdesheimer

Mit leichten Schwierigkeiten bugsierte ich unser Carve Mountain aufs Schiff, leider bekam mein hinteres Schutzblech hierbei eine Delle als Andenken. Aber es ging und auf dem Schiff war ausreichend Platz für alle Räder. Wir genossen die Fahrt nach Bacharach in vollen Zügen. Vorbei an vielen Burgen und Ruinen die so viel zu erzählen haben. Auf dem Schiff erzählte der Kapitän eine kleine Geschichte zu jedem Bauwerk, das in Sichtweite rückte. Die Geschichten kamen zwar vom Band aber immerhin in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Japanisch. Besonders eindrucksvoll fanden wir das Niederwalddenkmal direkt hinter Rüdesheim, die Burg Rheinstein und die Burg Sooneck.

Zwischenstop Bacharach

In Bacharach, wo wir von Bord gingen, machten wir noch einen Abstecher zum Eiscafé Italia 76. Jeder durfte sich wieder eine Kugel Eis aussuchen und probieren, anschließend trugen wir unsere „Eis-Bewertung“ wieder in das von meinem Mann erstellte „Tourbuch“. Eine tolle Sache für die Kinder und eine schöne Erinnerung wenn nachher alle Fotos eingeklebt sind.

Tagesziel Oberwesel

Die letzten Kilometer an diesem Tag legten wir zügig zurück zum Marktplatz nach Oberwesel, wo die Kinder das Hufeisen im Kopfsteinpflaster suchten und wir anschließend die Geschichte dazu lasen. Unser Ziel, die Jugendherberge in Oberwesel, liegt oben auf einem Berg, direkt neben der Schönburg. Da es mir mit dem vollbeladenen Babboe nicht möglich war, den wirklich steilen Weg dort hinauf am Ende des Tages zu schaffen, hatte sich mein Mann bereits im Voraus informiert und ein Taxi-Unternehmen mit Sprinter engagiert um mich, die Kleine und das Carve Mountain auf den Berg zu bringen. Mein Lastenrad passte so grade in den Sprinter und wir hatten grad oben wieder abgeladen, da kam auch mein Mann mit unserer Großen im Schlepptau an.

Die Jugenherberge

Wir fuhren zusammen zum Eingang der Jugendherberge, checkten ein und parkten unsere Räder im Fahrradkeller. Unsere zwei gebuchten Doppelzimmer waren einfach tiptop! Modern eingerichtet, mit einem Stockbett und Dusche/WC auf dem Zimmer. TV gab es nicht, hat uns aber auch nicht gefehlt. Während ich unsere Klamotten auspackte, ging mein Mann noch mit den Kindern ins hauseigene Schwimmbad. Anschließend bestellten wir uns alle zum Abendessen eine Pizza im Bistro der Jugendherberge und aßen diese gemütlich auf dem Balkon des Speisesaals mit Blick auf den Rhein. Zum Nachtisch durfte sich jeder eine Süßigkeit am Automaten aussuchen, hmm lecker ;-). Dann ging es ab in die Falle – ein wunderbarer Tag war zu Ende gegangen und damit auch die zweite Etappe unserer Rheinradtour.

Wie es weiter ging, erzähle ich euch dann später in Teil 2 unserer Familien-Radtour Carve Mountain.

Bis dahin habt noch einen schönen Sommer und genießt die freie Zeit mit den Kiddies.
Eure Nina

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