BLOG | LASTENRAD FAMILIENAUSFLUG

DER ETWAS ANDEREN ART

Endlich einmal Frühling. Die Sonne schien, es war etwas wärmer als die Tage zu vor, die Vögel zwitscherten. Begeistert schlug ich meiner Familie eine kleine Fahrradtour mit unserem Babboe City vor. Das hier sollte nämlich eigentlich ein Bericht über einen Frühlingsausflug werden. Ich wollte in den Lennebergwald zum Wildpark. Im Wald herumtollen und Tierefüttern, anschließend leckere Torte im Café dort essen, ich war mir sicher, alle wären begeistert. Ganz unerwartet hatte aber außer mir keiner Lust. Der Mann wollte lieber die Terrasse fit machen, die Kinder doch lieber noch drinnen spielen. Ungläubig starrte ich sie an. Die Sonne scheint! Und für nächste Woche war schon wieder Regen angesagt, was ja auch den Mehrwert der Terrassenmöbel auf der Terrasse irgendwie deutlich schmälerte. Nicht mal die tolle Torte vom Café zog. Was ist denn hier los? Meine Familie war offensichtlich noch in Winterlethargie während ich voller Frühlingseuphorie war.

Also dachte ich mir „Ihr könnt mich alle mal!“ und schnappte mir einfach alleine mein Babboe City. Ich habe zwar noch ein „normales“ Fahrrad, aber ich muß sagen ich fahre inzwischen einfach lieber mit dem Babboe. Ich schätze die deutlich aufrechtere Sitzposition, den Hollandradstyle, gegenüber der nach vorne gebeugten Haltung auf meinem Trekkingrad. Na und ich werde ja auch nicht jünger, da sind der tiefe Einstieg und notfalls die Elektrounterstützung auch sehr angenehm. Außerdem muß ich keinen Rucksack aufsetzen und kann auch mit Picknicksachen entspannt cruisen.

Das erste Stück fuhr ich noch durch die Stadt, da bei uns am Rhein entlang gerade Kirmes ist und kein Durchkommen zwischen den Fahrgeschäften, Essensständen und Besuchern. Etwas außerhalb konnte ich dann aber doch wieder auf den Rheinradweg einbiegen. War das wundervoll! Vögel zwitscherten, das Wasser glänzte in der Sonne, gut gelaunte Radler kamen mir entgegen. Und diese Ruhe! Vermutlich muß man erst Eltern werden, um diese Ruhe bei sich selbst so richtig schätzen zu lernen. Kein „Mama guck mal da“, kein „ich hab aber jetzt Hunger“. Grandios! Ich radelte also entspannt vor mich hin, immer weiter am Rhein entlang.

Als ich auf dem Rückweg war teilte mir meine Familie mit, dass sie inzwischen mit Freunden auf dem Spielplatz seien, also gut beschäftigt und noch mehr Zeit für mich! Ich parkte mein Fahrrad gerade vorm Bootshaus, um in der Sonne noch etwas zu trinken. Inzwischen waren auch recht viele Leute unterwegs, offensichtlich hatte es nicht nur mich rausgetrieben, da klingelt mein Mobiltelefon. Die Kleine sei auf dem Spielplatz gestolpert und genau mit dem Kopf auf eine Betonbegrenzung geknallt. Zack war all meine Entspannung dahin. Der Mann wollte mit ihr schnellstmöglich zum kinderärztlichen Notdienst, ob ich denn das große Kind auf dem Spielplatz abholen könne. Also schwang ich mich auf mein Rad, stellte die Elektrounterstützung an und wollte zum Spielplatz rasen.

Wo kamen nur plötzlich all diese Menschen her? Fußgänger in 6er Reihen, Kinder auf Laufrädern, schnuppernde Hunde. So schnell ändert sich die Perspektive. Was mir auf dem Hinweg noch so idyllisch vorkam nervte mich jetzt nur noch, denn es verlangsamte meine Fahrt zu meinem verletzen Kind. Mußten die alle so trödeln? Endlich am Spielplatz angekommen war natürlich alles nur halb so schlimm. Der Mann hatte die Aufsicht für das große Kind den begleitenden Freunden überlassen und meldet vom Arzt schon Entwarnung (fette Beule, aber sonst alles in Ordnung), das große Kind hat seine halbe Kita getroffen und wollte nicht nachhause. „Mama, es ist doch so schön draußen!“ (ach ne….). Also lies ich mich auf die Bank plumpsen, stieg in das Gespräch mit den anderen Eltern ein und war wieder mittendrin im Mamaalltag.

Als wir dann nachhause aufbrachen dachte ich mir nur „wie gut, dass ich das Babboe dabei habe“. Das große Kind war zu erschöpft um nachhause zu Rollern (es ist ja schließlich die ganze Zeit auf dem Spielplatz Roller gefahren), der Mann hatte zwar in der Aufregung den Bollerwagen mitheimgenommen, aber sämtlicher Inhalt (Trinkflaschen, Sandspielsachen, Jacken und das Laufrad der Kleinen lagen noch auf dem Spielplatz verstreut). Also sammelte ich alles ein, verstaute Kind, Roller und Equipment im Fahrrad und radelte nach Hause – immerhin mit etwas Entspannung im Herzen beim Gedanken an das ruhig dahinfließende Wasser am Vormittag und erleichtert, dass doch mal wieder alles gut ausgegangen war.

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